Die Kommunikationsmatrix: 7 Ebenen der Kommunikation erklärt

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Einführung

Kommunikation ist das Fundament jeder erfolgreichen Organisation. Sie sorgt dafür, dass Menschen verbunden bleiben, gut zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele erreichen. Doch moderne Arbeitsumgebungen werden immer komplexer: hybride Teams, viele digitale Tools und Mitarbeitende an unterschiedlichen Standorten. Dadurch wird interne Kommunikation gleichzeitig wichtiger und schwieriger.

Genau hier setzt die Kommunikationsmatrix an. Sie ist ein praxisnahes Modell mit sieben klaren Kommunikationsebenen innerhalb von Organisationen. Jede Ebene beschreibt eine andere Art der Kommunikation: mit sich selbst, mit anderen, im Team, in der gesamten Organisation und als Teil der Unternehmenskultur.
Wer diese Ebenen versteht und gezielt nutzt, kann Zusammenarbeit, Effizienz und Engagement deutlich verbessern.

In diesem Blog erklären wir die sieben Kommunikationsebenen, zeigen, wie sie die interne Kommunikation stärken, und wie ein Intranet eine Umgebung schafft, in der Mitarbeitende, Teams und Abteilungen reibungslos miteinander kommunizieren können.

Intrapersonale Kommunikation

Intrapersonale Kommunikation findet im Inneren einer Person statt. Es ist der innere Dialog, mit dem Mitarbeitende Informationen einordnen, ihre Arbeit verstehen und ihre Rolle im Unternehmen einschätzen. Typische Fragen sind:
„Was bedeutet das für mich?“ oder „Wie trage ich zum großen Ganzen bei?“

Warum das wichtig ist
Diese Form der Kommunikation beeinflusst Motivation, Engagement und Eigenverantwortung stark. Wer sich gut informiert fühlt und Zusammenhänge versteht, beteiligt sich aktiver an Veränderungen und Zusammenarbeit.

Wie das Intranet unterstützt
Ein gutes Intranet bietet eine personalisierte Startseite mit relevanten Inhalten je nach Rolle, Standort oder Team. Mitarbeitende finden dort die Unternehmensziele, Werte, Strategie, Lernangebote und klare Onboarding-Inhalte – vom ersten Tag an.

Interpersonale Kommunikation

Hier geht es um den Austausch zwischen zwei Personen. Das kann ein kurzes Gespräch unter Kolleg:innen sein oder ein formelles Feedbackgespräch. Gerade im hybriden Arbeiten ist diese Ebene entscheidend für Vertrauen und persönliche Verbindung.

Warum das wichtig ist
Gute Zusammenarbeit entsteht nur mit gegenseitigem Verständnis und Vertrauen. Fehlt das, kommt es schnell zu Missverständnissen oder isoliertem Arbeiten.

Wie das Intranet unterstützt
Ein Intranet mit einem übersichtlichen Mitarbeiterverzeichnis (Kontaktdaten, Fachwissen, Fotos) erleichtert die Kontaktaufnahme. Die Anbindung an Tools wie Microsoft Teams sowie sichtbare Geburtstage, Jubiläen oder neue Mitarbeitende fördern zusätzlich den persönlichen Austausch.

Gruppenkommunikation

Auf dieser Ebene kommunizieren mehrere Personen miteinander, zum Beispiel in Teams, Abteilungen oder Projektgruppen. Entscheidend sind gemeinsame Ziele, klare Rollen und ein guter Informationsfluss.

Warum das wichtig ist
Starke Gruppenkommunikation sorgt für bessere Zusammenarbeit, schnellere Entscheidungen und mehr Verantwortung im Team – besonders bei bereichsübergreifenden Projekten.

Wie das Intranet unterstützt
Team- oder Abteilungsseiten bündeln News, Kalender und Dokumente an einem Ort. Aufgabenübersichten oder Planer-Integrationen helfen, den Überblick zu behalten und Fortschritte sichtbar zu machen.

Organisationsweite Kommunikation

Diese Kommunikation richtet sich an alle Mitarbeitenden, zum Beispiel bei Strategie-Updates, neuen Richtlinien oder in Krisensituationen. Sie ist oft von oben nach unten, sollte aber mehr sein als nur Informationsverteilung.

Warum das wichtig ist
Ohne klare und glaubwürdige Kommunikation entstehen schnell Unsicherheit und Misstrauen. Besonders in Veränderungsphasen erwarten Mitarbeitende Transparenz und Einordnung.

Wie das Intranet unterstützt
Gezielte News, Push-Benachrichtigungen für wichtige Meldungen und Funktionen wie „Pflichtlektüre“ stellen sicher, dass zentrale Informationen ankommen und gelesen werden.

Öffentliche interne Kommunikation

Diese Ebene bleibt intern, ist aber für viele sichtbar. Dazu zählen Erfolgsgeschichten, Interviews oder interne Präsentationen. Sie prägt die Wahrnehmung der Unternehmenskultur stark.

Warum das wichtig ist
Mitarbeitende möchten sich selbst und ihre Kolleg:innen im Unternehmen wiederfinden. Sichtbarkeit schafft Stolz, Verbundenheit und Engagement.

Wie das Intranet unterstützt
Storytelling-Elemente, Team- oder Standort-Highlights, Social Feeds, Videos oder interne Podcasts machen Erfolge sichtbar. Teams können eigene Geschichten teilen – begleitet durch klare Leitlinien der internen Kommunikation.

Massenkommunikation

Massenkommunikation umfasst regelmäßig wiederkehrende Informationen wie Newsletter, Updates, Warnmeldungen oder interne Kampagnen.

Warum das wichtig ist
Gut geplante Massenkommunikation schafft Struktur, Wiedererkennung und Orientierung. Sie hilft, wichtige Themen präsent zu halten, ohne Mitarbeitende zu überfordern.

Wie das Intranet unterstützt
Integrierte Newsletter mit Personalisierung, geplante Inhalte und klare Layouts führen Leser:innen strukturiert durch relevante Informationen.

Kulturelle Kommunikation

Diese Ebene betrifft gemeinsame Werte, Normen und Verhaltensweisen. Sie bestimmt, was im Unternehmen als „normal“ gilt. Oft ist sie unausgesprochen, kann aber aktiv gefördert werden.

Warum das wichtig ist
Kultur beeinflusst Verhalten, Entscheidungen und Bindung ans Unternehmen. In starken Organisationen zeigt sich Kultur in Kommunikation, Handeln und Systemen gleichermaßen.

Wie das Intranet unterstützt
Jubiläen, Meilensteine und Erfolge werden sichtbar gemacht. Mehrsprachige Inhalte fördern Inklusion, Umfragen oder Ideenboards laden zur Beteiligung und zum Feedback ein.

Von der Theorie zur Praxis

Die Kommunikationsmatrix hilft Kommunikationsverantwortlichen, ihre Maßnahmen strukturiert zu analysieren, Lücken oder Überlastung zu erkennen und Intranet-Funktionen gezielt einzusetzen.

Nutzen Sie das Modell als Grundlage für Ihre Kommunikationsstrategie, zur Strukturierung Ihres Intranets oder als Diskussionsbasis im Team. Wenn alle sieben Ebenen bewusst unterstützt werden, steigt nicht nur die Reichweite, sondern auch die Wirkung Ihrer internen Kommunikation.

Was ist die Kommunikationsmatrix in der internen Kommunikation?

Die Kommunikationsmatrix ist ein praxisnahes Modell mit sieben Kommunikationsebenen in Organisationen. Sie zeigt, wie Kommunikation zwischen Einzelpersonen, Teams und der gesamten Organisation funktioniert – besonders hilfreich in hybriden und verteilten Arbeitsumgebungen.

Warum ist interne Kommunikation in hybriden Organisationen schwieriger?

Hybride Organisationen arbeiten über verschiedene Standorte, Zeitzonen und digitale Tools hinweg. Das erhöht das Risiko für Informationslücken und Missverständnisse. Ein strukturiertes Modell wie die Kommunikationsmatrix sorgt für Klarheit, Konsistenz und Verbindung.

Wie verbessern die sieben Kommunikationsebenen die Zusammenarbeit?

Jede Ebene deckt einen bestimmten Kommunikationsbedarf ab – vom persönlichen Verständnis bis zur organisatorischen Transparenz. Werden alle Ebenen berücksichtigt, verbessern sich Zusammenarbeit, Entscheidungen und Engagement im gesamten Unternehmen.

Wie unterstützt ein Intranet die interne Kommunikation auf verschiedenen Ebenen?

Ein Intranet bündelt personalisierte Informationen, Teamräume, organisationsweite Updates und kulturelle Inhalte auf einer zentralen Plattform. So bleiben Mitarbeitende – unabhängig von Rolle oder Standort – informiert und verbunden.

Welche Rolle spielt Kultur in der internen Kommunikation?

Kultur prägt, wie Menschen kommunizieren, zusammenarbeiten und Entscheidungen treffen. Gute interne Kommunikation macht Werte und Verhalten sichtbar und erlebbar – auch in internationalen oder verteilten Teams.

Wie können Organisationen Missverständnisse zwischen Teams und Abteilungen reduzieren?

Missverständnisse entstehen oft durch verstreute oder unklare Informationen. Ein zentrales Intranet und ein klares Modell wie die Kommunikationsmatrix helfen, Botschaften zu bündeln, Silos abzubauen und sicherzustellen, dass alle auf derselben Informationsbasis arbeiten.